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Brustvergrößerung und Wiederaufbau: Studie belegt - 30% weniger Brustkrebs nach Implantat


Brustvergrösserung: Implantate fördern nicht die Bildung von Brustkrebs....

Brust-Implantat

Eine aktuelle Studie belegt: 30% weniger Brustkrebs nach Implantat"- dieses erstaunliche Ergebnis der seit mehr als dreißig Jahren in Los Angeles durchgeführten so genannten “Nurses Health Study” teilte Professor Garry Brody seinen Kollegen bei dem Internationalen Qualitätssicherungskongress Plastischer Chirurgen in Regensburg mit.

Im Rahmen der „Nurses Health Study“ begleitet Brody mit seinem Team seit mehr als 30 Jahren 3000 Krankenschwestern, die zwischen 1962 und 1980 mit kosmetischen Brustimplantaten versorgt wurden, im Durchschnitt werden die Patientinnen seit 22 Jahren betreut.

"Dabei haben wir dauerhaft 30% weniger Fälle von Brustkrebs als die Normalbevölkerung“, zeigt sich Brody erstaunt und führt aus, dass er vermute, dass dies damit zusammenhänge, dass Frauen mit entsprechender Erbanlage sich seltener einer solchen Operation entziehen. Zumindest belege es, dass durch Implantate die Bildung von Brustkrebs nicht gefördert werde. Davon war man zwischenzeitlich in den Vereinigten Staaten ausgegangen, wo Silikonimplantate seit 1992 nur noch für bestimmte Indikationen, wie den Wiederaufbau nach Brustkrebs, zugelassen waren.

Erst im April 2005 hatte die amerikanische Zulassungsbehörde Food and Drug Agency (FDA) den Einsatz von mit Silikon gefüllten Transplantaten wieder zugelassen, dies aber auch mit strengen Auflagen für die Hersteller verbunden. Nicht nur die Weiterentwicklung der Implantate selbst – so wurde der Flüssigkeitsanteil im Silikon minimiert und die Implantate mit einer doppelten Hülle umgeben – konnte die FDA von der Wiederzulassung überzeugen.

Auch Plastische Chirurgen haben im Zuge der Dokumentation des Verlaufs bei ihren Patientinnen einen entscheidenden Beitrag zur "Rehabilitation“ des Silikons geleistet, allerdings konnten weder Hersteller noch Chirurgen den Implantaten lebenslange Lebensdauer geben oder das tröpfchenweise Austreten des Silikons verhindern. Brodys Studien und vergleichbare Zahlen aus Dänemark belegen aber eindeutig, dass damit keine erhöhte Gefahr einer Autoimmunerkrankung wie Rheuma oder ein höheres Krebsrisiko einhergehen. Lediglich die Ergebnisse der Mammographie zur Krebsvorsorge können durch das Implantat beeinträchtigt sein und eine zusätzliche Untersuchung notwendig machen.

Heute stehen in Deutschland drei Implantattypen zur Verfügung. Diese sind entweder mit Silikongel, Kochsalz oder Hydrogel gefüllt, haben aber in jedem Fall eine Silikonhülle, die entweder glatt oder rau strukturiert (texturiert) ist. Dabei treten Verhärtung des das Implantat umschließenden Bindegewebes – so genannte Kapselfibrosen, bei den seit den 80er Jahren gebräuchlichen texturierten Implantaten deutlich seltener auf. Implantate werden durch die EU zugelassen, was durch einen vierstelligen Zahlencode angezeigt wird und den Patienten garantiert, dass sie nur mit Materialien versorgt werden, die dem aktuellen Stand der Forschung entsprechen.


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Letzte Aktualisierung am 02.10.2009.

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