Beschwerdefrei durch die Pollenzeit trotz Kontaktlinsen

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Wie sich die Qual für Kontaktlinsenträger vermeiden lässt

Frühlingszeit – ein Grund zur Freude, es sei denn, man leidet unter Pollenallergie. Diese sorgt bei vielen Menschen für gereizte Schleimhäute, hartnäckige schnupfenartige Symptome und sogar für Asthmaanfälle.

Beschwerdefrei durch die Pollenzeit trotz Kontaktlinsen
Beschwerdefrei durch die Pollenzeit trotz Kontaktlinsen

Die juckenden, brennenden und tränenden Augen sind besonders für Kontaktlinsenträger eine Qual. Denn schon mit dem ersten lauen Lüftchen und den ersten Sonnenstrahlen streuen beispielsweise Hasel, Birke, Buche, eine Vielzahl von Gräsern, Buchen, Ampfer, Weiden und Platanen ihre berüchtigten Allergene aus. 

Gegen die Symptome des Heuschnupfens gibt es Medikamente und auch diverse Hausmittel, die individuell wirken. Die Nase lässt sich durch Salzwasserspülungen beruhigen. Regelmäßiges gründliches Waschen der Haare vor dem Schlafengehen sorgt für eine ungestörte Nachtruhe. Sowohl daheim als auch im Auto helfen eingebaute Pollenfilter.

Die ohnehin empfindlichen Augen von Allergikern sollten in dieser Zeit zusätzlich mit einer Sonnenbrille geschützt werden. Und wer eine Sehhilfe benötigt, der sollte eventuell für eine Weile auf die Kontaktlinsen verzichten und lieber zur Brille greifen. Denn beispielsweise das oft unwillkürliche Reiben bei starkem Augenjucken kann bei Kontaktlinsenträgern sogar zu Hornhautschäden führen. 

Wer dennoch lieber bei der Linse bleibt, sollte bedenken: Auch wenn die Linsen das Auge teilweise vor den Allergenen schützen, gelangen doch mit der Tränenflüssigkeit auch Pollen hinter die Linse. Diese reizen das Auge zusätzlich.

Wer weiter Kontaktlinsen trägt, muss sie in der Heuschnupfenzeit mit erhöhter Sorgfalt reinigen, damit keine Pollenspuren ins Auge gelangen. Weiche, elastische Kontaktlinsen haben größere Poren, in denen sich Schmutzpartikel und Pollen leichter festsetzen. Augenschonender und zudem besser zu reinigen sind harte Kontaktlinsen. 

Tageslinsen, also Einweg-Linsen, sind für Allergiker eindeutig die unbedenklichste Variante – Jede Art von Verschmutzung wird dabei mit der Linse entsorgt. Am einfachsten lassen sich diese Kontaktlinsen online bestellen.

Auch bei der Auswahl von Augentropfen gegen die Allergiesymptome heißt es, die richtige Auswahl zu treffen: Einige Präparate sind für speziell für Kontaktlinsenträger geeignet, andere können zu Verfärbungen und Materialbeschädigungen führen. Zudem lagern sich in den Poren weicher Kontaktlinsen auch leicht Reste der Augentropfen selbst ab. Das führt nicht nur zu Verfärbungen der Linsen, sogar das Material selbst kann aufgeweicht werden, winzige Partikel können sich lösen und die Augen weiter reizen.

Harte Kontaktlinsen dagegen müssen beim Anwenden der Augentropfen nur für etwa 20 Minuten herausgenommen werden. In dieser Zeit kann das Medikament einwirken.

Vor allem dann, wenn schon erste Symptome aufgetreten sind, raten Augenärzte den Heuschnupfengeplagten, für einige Zeit wieder zur Brille zu wechseln, um hartnäckige und unangenehme Bindehautentzündungen zu vermeiden.

B. Langrehr
Gesundheitsredakteurin

aktualisiert am 29.07.2015
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