Natürliches Haarefärben mit Henna

Das Färbemittel aus dem Orient ist nicht für jede Ausgangshaarfarbe geeignet

Haarefärben liegt nach wie vor im Trend. Vor allem Frauen gönnen sich auf diese Weise gerne einmal eine Typveränderung oder versuchen die ersten grauen Strähnen zu kaschieren. Doch Färben ist keine reine Frauensache; auch Mann greift hin und wieder zu Tricks, wenn es darum geht, die Haarpracht in neuem Glanz erstrahlen zu lassen. In der Drogerie stehen hierfür zahllose Produkte zur Verfügung, die alle eines gemeinsam haben: Sie bestehen aus chemischen Inhaltsstoffen. Wer eine wirksame Färbung ohne künstliche Zusätze, also mithilfe von Naturprodukten haben möchte, kann es mit Henna versuchen.

Im Unterschied zu den herkömmlichen, chemischen Präparaten wirkt Henna lediglich von außen auf die Haare ein. Andere Produkte dringen in die Haarzellen ein und verstärken so die Belastung für die Haare, unter denen diese im täglichen Leben ohnehin zu leiden haben. Denn durch die Haarwurzeln gelangt neben wichtigen Mineralien und Nährstoffen auch allerlei Schädliches in das innere der Haare. Wer schonend färbt oder tönt, der tut seinem Haar daher stets einen Gefallen.

Bereits seit Jahrhunderten wird Henna, das Pulver aus den gemahlenen Blättern des Hennastrauches in orientalischen Ländern, in Arabien, Indien und Afrika für die Wundheilung eingesetzt. Zudem nutzen die Menschen es seit jeher zu Pflege und zum Färben von Haaren, Fuß- und Fingernägeln sowie der Haut. Die in der Ursprungspflanze enthaltenen Stoffe sorgen für eine intensive Rotfärbung. Doch Färben mit Henna will gelernt sein und Übung macht den Meister. Denn das Ergebnis des Selbstversuches hängt stark von der Ausgangshaarfarbe ab. Auch das Hennapulver selbst ist als Naturprodukt bestimmten Qualitäts- und Wirksamkeitsschwankungen unterlegen und so führt die Anwendung nicht immer zum exakt selben Ergebnis.

Grundsätzlich gilt: Je dunkler die Ausgangsfarbe, desto angenehmer der anschließende Rotton. Während braunes Haar einen satten Roteffekt erhält, kann es bei sehr hellem blonden oder grauen Haar zu einem grelleren Farbton bis hin zu Orange kommen. Dunkles, kastanienbraunes Haar erhält durch Henna einen schönen Mahagoni-Reflex.

Beim Färben mit Henna wird die Haarstruktur nicht belastet. Ganz im Gegenteil: Henna legt sich wie ein Schutzfilm um das Haar und verleiht ihm einen angenehmen Glanz. Besonders dünnes Haar profitiert besonders von den Eigenschaften des Henna, gewinnt an Fülle und Spannkraft. Für die Anwendung wird das Pulver mit heißem Wasser zu einer dickflüssigen Masse verrührt, die anschließend auf die Haare aufgetragen wird. Je nach gewünschter Farbintensität muss dieses Gemisch bis zu zwei Stunden einziehen. Aber gerade bei der ersten Anwendung und bei eher hellem Grundton sollte vorsichtig vorgegangen werden. In Fachgeschäften finden sich auch fertige Hennamischungen. Dort kann man sich vor dem ersten Farbexperiment mit dem Naturprodukt auch zur richtigen Anwendung beraten lassen.


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V. Kittlas
Medizinischer Redakteur und Arzt

verfasst am 16.09.2010, aktualisiert am 20.09.2010.
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